Endlich ist es soweit! Der Start unserer Rookie-Saison in der Ostdeutschen Kart-Meisterschaft (OAKC) ist am vergangenen Wochenende in Lohsa erfolgt. Das wechselhafte Wetter hat uns wortwörtlich über beide Tage ins kalte Wasser geworfen.
Am Samstag sind wir mit Aussichten auf einen zunächst trockenen und kühlen Rennsonntag erst am Nachmittag auf abgetrockneter Strecke unsere freien Trainings gefahren. Dazu wurde nur ein gebrauchter Satz Reifen verwendet, um das Gefühl für die Strecke aufzubauen.
Der Rennsonntag startete wie prognostiziert auf trockener Strecke mit dem Warm Up um 08:45 Uhr, bei welchem wir einen neuen Satz Reifen aufgezogen haben und damit die Pace für P2 zeigen konnten. Das anschließende Zeit-Training, welches auf einer engen Strecke wie Lohsa enorm wichtig ist, verlief nicht wie erhofft. Durch einen geänderten Zeitplan wurden alle 18 Schalt-Karts gleichzeitig auf Zeitenjagd geschickt, wodurch eine freie schnelle Runde schwer möglich war. Dazu war meine Strategie, die Reifen zu schonen und Lücken zu suchen, die falsche. Da das Zeit-Training nur 8 Minuten dauert, bleibt nicht viel Raum für Spielereien. Kurz vor Ende der Zeit hatten wir aber noch die Möglichkeit für eine schnelle Runde, bei welcher wir uns allerdings in der 3. letzten Kurve durch eine Ölspur gedreht haben. Letztendlich wurde es nur Startplatz 6 in Rennen 1.
Für das erste Rennen, ebenfalls noch unter trockenen Bedingungen mussten wir also das Ergebnis vom Qualifying korrigieren und haben ab dem Start gepusht. Von Platz 6, außen stehend für Kurve 1 konnten wir bereits einen Platz nach vorn, auf 5 fahren. In Runde 2 wurde sich Platz 4 gesichert. Über das Rennen sind wir näher an die Top 3 gekommen, welche mit den Kräften kämpften, aber auf Hundertstel die gleiche Pace wie wir hinlegen konnten, sodass in einem engen 21 Runden Rennen nicht viel mehr drin war. Mögliche Angriffe auf die Top 3 wurden auch durch schwierige Überrundungen zum Rennende verwehrt.
Rennen 2 fand nach einer langen Pause erst um 17:15 Uhr statt, bei welchem es dann geregnet hat. Aufgrund des vielen Gummis der trockenen Bedingungen waren schwierige Verhältnisse mit einigen Pfützen zu erwarten. Bedingungen, unter denen wir noch keine Erfahrungen sammeln konnten und auch dies der erste Regeneinsatz mit dem Birel Art war. Trotzdem wurde weiter gepusht, um Positionen zu gewinnen. Der Start von P4 war soweit gut, in Kurve 3 konnten wir uns bereits auf P2 vorschieben. Aufgrund der fehlenden Erfahrung war die einzige Referenz der Führende vor uns. Die starke Gischt stellte kein Problem dar, da damit zu rechnen war. Aus zuerst unbekannten Gründen beschlug mir allerdings auf dem Weg zum Tennisschläger/ Omega in Lohsa das Visier mittig, wodurch wir uns mit noch falscher Bremsverteilung und fehlender Referenz rausgedreht haben. Den Rest des Rennens sind wir mit schlechter Sicht auf Ankommen zu Ende gefahren.
Aufgrund einer Beschädigung aus letztem Jahr sowie meiner Unkenntnis, hat das bei den Karts genutzte Frontbumper-Strafsystem bei beiden Rennen frühzeitig (auch ohne Fremdkontakt) ausgelöst und uns jeweils eine 5 Sekunden-Strafe eingebrockt. Bei Rennen 2 haben wir dadurch noch Positionen verloren.
Alles in allem haben wir viel gelernt, alles gegeben, was mit der jetzigen Erfahrung in unserer Macht stand und damit solide Punkte (21) für die Meisterschaft mitgenommen. Am 19. – 20. August geht es noch einmal zum 6. Rennen des OAKC nach Lohsa.
Warm Up: P2/18
Zeit-Training: P6/18
Rennen 1: P4/18
Rennen 2 (nass): P11/18
Gesamtrang: P7/18
Vielen Dank an meine Familie, meinen Mechaniker Bruno, das gesamte Team rund um Ronny Böge sowie alle Unterstützer, welche dieses Projekt möglich machen.
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